Ein großes Finale auf der Außenalster

Beim Finale der Segel-Bundesliga in Hamburg segelte das Team vom SMCÜ auf den 5. Platz und erreicht damit den 4. Rang in der Saisonwertung. Das Team aus Steffen Hessberger, Charlotta Fritz, Dominik Waibel und Niko Mittelmeier erlebte ein großes Finale bei super Wind und gemischtem Wetter.

 

Dass Anfang des Jahres die beiden ersten Spieltage der Segel-Bundesliga ausgefallen sind und dadurch die letzten vier Spieltage innerhalb von sieben Wochen stattfinden mussten, hat uns vor die große Herausforderung gestellt, mehrmals vergleichsweise kurzfristig ein Team finden zu müssen. Unter der kurzfristigen Planung litten die Trainingswochenenden vor dem Wettkampf. So war es auch vor dem Finale in Hamburg: Charlotta und ich hatten bereits unseren Urlaub gebucht, weswegen Steffen und Niko ohne uns das Bodensee-Battle in Überlingen als Vorbereitung auf den Spieltag segelten. Gemeinsam konnten wir am Mittwoch vor dem Event in Hamburg als Team trainieren, um noch ein paar Manöver-Abläufe zu verbessern und uns einzuspielen.

Am ersten Tag segelten wir bei Dauerregen und Wind zwischen 10 und 14 Knoten. Mit einem ersten Platz starteten wir perfekt in das Event. Leider konnten wir an diese gute Leistung nicht anknüpfen und sammelten in den vier weiteren Rennen einige Punkte, sodass wir den Tag durchnässt, kalt und müde auf dem 13. Rang beendeten.“Zusammen haben wir die kritischen Situationen des Tages analysiert und unsere Strategie angepasst, das hat sich wirklich gut angefühlt”, erklärt Niko,  "so konnten wir befreit und voll motiviert in den nächsten Tag starten".

Der zweite Tag brachte Sonne und leichten Wind zwischen 5 und 7 Knoten. Diese Bedingungen lagen uns und wir spielten uns als Team immer besser ein. Nach weiteren sieben Rennen lagen wir auf dem 9. Rang.Bei Sonne hat es sich gleich viel schöner gesegelt. Die Starts gelangen uns deutlich besser und die drehenden Winde auf der Alster konnten wir meistens zu unserem Vorteil nutzen,” fasst Steffen Heßberger den zweiten Tag zusammen. 

Samstags war es erneut sonnig und der Wind hatte deutlich zugenommen. Bei Böen bis 17 Knoten konnten wir teilweise auf dem Vorwindkurs gleiten. Das waren Bedingungen, wie wir sie sehr mögen. Trotz unserem vergleichsweise geringen Crewgewicht, segelten wir auf der Kreuz schnell und konnten uns mit guten Starts auf der ersten Kreuz meist an die Spitze des Feldes setzen. Mit einem ersten Platz begann der Tag sehr gut, doch wir merkten, dass uns gerade bei viel Wind, wo jeder Handgriff sitzen muss, die Routine fehlte. Normalerweise trainieren wir über Ostern am Gardasee bei viel Wind, dieses Training fehlte uns dieses Jahr. Im zweiten Lauf wurde uns genau das zum Verhängnis: An zweiter Position liegend vermasselten wir eine Halse und fielen dadurch auf den letzten Platz. In den letzten zwei Rennen segelten wir einen zweiten und einen ersten Platz. Damit lagen wir in der Wertung auf dem 5. Rang und nur einen Punkt hinter dem Podium. “Es war nochmal ein sehr spannender Segeltag voller Adrenalin und viel Nervenkitzel, denn wie immer waren die letzten Rennen entscheidend”, fasst Charlotta den Tag zusammen.

Genau ein Punkt fehlte uns auch in der Jahreswertung um auf dem Podium zu stehen. “Wir sind sehr glücklich mit unserem Ergebnis. Dass wir diese Saison alle Regatten der Segel-Bundesliga ohne Zwischenfälle segeln konnten ist super”, sagt Charlotta, “wir freuen uns schon auf die nächste Saison”.

Auch außerhalb des Wettkampes waren ein SMCÜ-Segler beim Event aktiv: Michael Zittlau wurde als Segel-Experte zur moderation der Live-Übertragung eingeladen. 

Gewonnen hat das Event wie auch die Jahreswertung der Norddeutsche Regatta Verein. Beim Finale in Hamburg erreichte der Bayerische Yachtclub den 2. Rang und der Verein Seglerhaus am Wannsee den dritten. Der Verein Seglerhaus am Wannsee steht auch in der Jahreswertung auf dem dritten Platz, hinter dem Team One Kiel. 

Bericht von Dominik Waibel 

Fotos von Lars Wehrmann / DBSL