Am Starnberger See wurde der erste Spieltag der Segel-Bundesliga gemeinsam vom Deutschen Touring Yacht-Club (DTYC) und dem Münchner Ruder- und Segelverein (MRSV) ausgerichtet: Für den SMCÜ gingen an den Start: Steuermann: Steffen Hessberger, Taktik: Maximilian Degner, Trimm: Sven Hessberger, Vorschiff: Clemens Wiedemann.
Die ersten beiden Rennen wurden als Doppelrennen gesegelt. Das Team hatte das letzte Rennen eines Flights und direkt im Anschluss das nächste auf demselben Boot. Die Wahl der richtigen Seite war entscheidend, um vorne mitzusegeln. Im zweiten Lauf gelang das nicht optimal – wie Sven Hessberger es treffend formulierte: „Zweimal gewettet, zweimal verloren“ mit Blick auf die beiden Kreuzschläge. Eine Pause zog sich weiter hin, da der Wind zwischenzeitlich drastisch drehte – teilweise um bis zu 100 Grad nach links.
Schließlich folgten die Läufe drei und vier: Dank zweier guter Starts konnten sich die Vier jeweils frei segeln, den Druck auf der linken Seite optimal nutzen und vorne mitfahren. Die Platzierungen spiegelten das wider. Mit den Platzierungen 4, 6, 3, 2 und 3 lag die Crew am Ende des ersten Tages auf Rang 12. Der zweite Tag bescherte Flaute und es konnte nicht gesegelt werden. Am dritten und letzten Tag erfolgte der erste Start gegen 09:45 Uhr. Vorhergesagt waren 10-22 Knoten aus West, "in der Realität hatten wir eher konstanten Wind um die 10 Knoten. Der Regen war wie vorhergesagt vorhanden", so Maximilian Degner. "Auch wenn der Start im ersten Rennen nicht optimal lief, haben wir uns auf der ersten Kreuz mit freiem Wind und dem richtigen Dreher zum richtigen Zeitpunkt nach vorne gearbeitet", kommentierte Steffen Hessberger. "Den zweiten Platz haben wir uns dann knapp hinter dem Düsseldorfer Yachtclub gesichert."
Nach einer Pause an Land ging es für die drei Bodensee-Clubs der ersten Liga (BYCÜ, SMCÜ, WYC) zum Bodensee-Battle. Der Start verlief erneut nicht ideal. „Zum Glück haben unsere direkten Konkurrenten von uns weggewendet und wir haben auf der linken Seite mit einem Linksdreher kräftig aufgeholt“, analysierte Maximilian Degner später. "Die Luvtonne haben wir knapp als erster bekommen und uns anschließend erfolgreich gegen den BYCÜ behauptet. Das Rennen haben wir mit dem ersten Platz abgeschlossen und somit das Bodenseebattle gewonnen", freute sich Clemens Wiedemann. Kaum zurück an Land ging um 12 Uhr die Sturmwarnung an - alle Boote mussten wieder in den Hafen und dort warten, bis die Gewitterfront durchzogen ist. Gegen 14 Uhr durften die J/70 wieder aus dem Hafen. Ein Flight wäre zeitlich noch möglich gewesen, doch "unser Rennen (das letzte des Flights) kam nicht mehr zustande, weil der Wind zwischendurch zu stark drehte und verglichen mit dem Vormittag auch deutlich schwächer war", beendete Sven Hessberger den Rückblick. Gern hätten sie in einem letzten Lauf zum Ende gezeigt, dass sie konstant vorne mitfahren können.
Aus seglerischer Sicht waren die Bedingungen an den drei Tagen durchwachsen, aber stets waren die Rennen fair und haben doch allen Teams einiges abverlangt. Das SMCÜ Team schloss den Spieltag auf dem fünften Platz ab. Verdient gewonnen hat der Joersfelder Segel-Club, vor dem Mühlenberger Segel-Club und dem Potsdamer Yacht Club. Der Bodensee Yacht Club Überlingen konnte sich noch den vierten Platz sichern. Der nächste Spieltag findet in zwei Wochen (01.—03. Mai) erneut in Starnberg beim Bayerischen Yacht-Club statt.
"Wir möchten uns an dieser Stelle auch ausdrücklich bei unseren Sponsoren, der Volksbank Überlingen, BestChem & PrintChem, ProSana, sowie allen Spendern bedanken! Ohne Eure Unterstützung wäre das Liga-Segeln nicht möglich", so die die gesamte Crew.