Sieg in der Champions-League!

Das Team vom SMCÜ hat die Sailing-Champions-League gewonnen: Michael Zittlau, Dominic Fritze, Frederik Schaal und Sven Heßberger siegten im entscheidenden Rennen mit einer halben Bootslänge Vorsprung im Finale der besten Teams aus Europa.

 

Als Nachrücker qualifizierten sich das Team vom SMCÜ im Sommer für die Ausscheidungs Regatta der Sailing-Champions-League in Tutzing. Dort segelte Michael Zittlau, Franziska Bäuerle, Alexander Gaiser und Aaron Scherr auf den 8. Platz, was für die Qualifikation zum Finale in Porto Cervo reichte. Ob der SMCÜ dort antreten würden, war trotzdem völlig unklar, erst in den Stunden vor Ende der Meldefrist fand sich ein Team welches für den SMCÜ starten konnte. 

Die Regatta startete bereits am Donnerstag bei starkem Wind mit bis zu 30 Knoten. Mit einem 1. und 4. Platz lag das Team vom SMCÜ damit auf dem 6. Rang von 27 Teams aus 14 Nationen. “Der erste Tag brachte direkt sehr viel Wind. Alle Teams und auch die Wettfahrtleitung mussten sich zunächst auf diese Bedingungen einstellen. Bei uns an Bord liefen die Manöver noch sehr hektisch ab, trotzdem konnten wir solide in die Regatta starten”, sagt Frederik. 

Am zweiten Tag war der Wind ähnlich stark und nach vier weiteren Flights lag das Team auf Rang 2. Auch am dritten Tag wurde bei weiterhin starken Winden vor der Traumkulisse der Costa Smeralda gesegelt. Durch konstante Ergebnisse, ohne Ausrutscher, konnte das Team vor dem Finaltag den 4. Platz behaupten. “Wir waren absolut im Flow und hatten einen Top Speed. Zudem konnten wir größere Ausrutscher vermeiden und stets unter die Top 4 segeln”, sagt Sven

Drei weitere Rennen sollten am Sonntag gesegelt werden bevor die besten vier Teams sich für das Finale qualifizierten. Mit einem 4., 1. und einem 2. Platz gelang das dem Team vom SMCÜ. In diesem Finale der besten vier Teams galt es zwei Rennsiege zu erkämpfen, um den Titel holen. Wobei das Team, welches bisher in der Gesamtführung führte einen Sieg Vorsprung bekommt. Diesen sicherte sich das italienische Team Aeronautica Militare, welches damit nur einen Rennsieg für den Gesamtsieg brauchte. Im ersten Rennen des Finales segelte das Team vom SMCÜ einen ersten Platz und brachte sich damit in eine sehr gute Ausgangsposition für den Champions League Titel. Im zweiten Finalrennen konnte weder das italienische noch das Team vom SMCÜ gewinnen, sondern das Team Akhamat National Sailing Team aus Russland. Somit war der Titel für drei der vier Teams zum Greifen nah. Jedoch brachte auch das nächste Rennen nicht die Entscheidung: Das Team der Seglervereinigung Kreuzlingen gewann. Nun war klar, dass der Sieger des letzten Rennens der Sieger der Champions-League wurde. Mit einem Start auf der linken Seite und einer taktischen ersten Kreuz, schaffte es das Team vom SMCÜ mit hauchdünnem Vorsprung als führendes Boot an die Luvtonne und verteidigte diesen Vorsprung bis ans Leefass. Auf der zweiten Kreuz setzte das Team des SMCÜ auf die linke Kreuzseite und konnte dort eine knappe Führung behaupten. Diese reichte gerade so, um mit Steuerbord vor dem Schweizer Team aus Kreuzlingen zu passieren. Es war eine sehr enge Entscheidung, bei der Luvtonnenrundung lagen beide Boote gleichauf. “Bei der Luvtonne ist bei uns allen der Puls auf 180 gegangen, als wir die Entscheidung der Jury erwarteten. Zu unserem Glück gab es keinen Penalty und wir konnten uns auf den alles entscheidenden Vorwindkurs einstellen. Wir wussten, dass das jetzt der finale Showdown sein würde”, sagt Dominic. Das Team des SMCÜ wurde den Vorwind dicht von den Kreuzlingern und den Russen verfolgt. Es war ein Tanz auf Messers Schneide mit dem glücklicheren Ende für den SMCÜ. Mit einem sehr guten Speed und präzise gesetzten Manövern konnte sich das Team vor den Schweizern platzieren. Im Ziel war der SMCÜ eine halbe Bootslänge vor den anderen Booten. Somit war der Sieg in der Sailing Champions League perfekt! „Die anderen Teams hätten es genauso verdient gehabt, zu gewinnen. Unglaublich! Ich habe es noch gar nicht richtig begriffen. Ich bin so stolz auf meine Jungs”, sagt Michael Zittlau.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Förderern und Sponsoren: Ihr habt uns diese Saison ermöglicht. Jetzt gehen wir in die Winterpause und freuen uns schon auf die Segel-Saison 2021.

Artikel von Dominik Waibel 
Fotos von Sailing Energy / Sailing-Champions-League