Ein Versöhnlicher Abschluss beim dritten Spieltag in Berlin

Zwei Wochen nach dem ersten Spieltag in Berlin ist die Segel-Bundesliga erneut zu Gast am Wannsee. Für den SMCÜ segelten: Tino Mittelmeier, Dominic Fritze, Dominik Waibel und Henrik Schaal. Nach zwei schwierigen Tagen und einem guten Abschlusstag erreichten wir den 12. Platz und liegen damit weiterhin knapp auf dem 2. Gesamtrang.

 


Ein Wochenende vor dem Spieltag trafen wir uns in Überlingen um drei Tage zu trainieren. Da wir unser Team immer neu zusammenstellen ergab es sich, dass wir in dieser Konstellation noch nie zusammen gesegelt sind. Das Training nutzten wir, um uns als Team einzuspielen, bereits am ersten Tag klappen die Manöver sehr gut und wir fühlten uns gut vorbereitet für den Wettkampf. 

Am ersten Tag des dritten Segel-Bundesliga Spieltages im Potsdamer Yacht Club konnten zwei Flights gesegelt werden bevor der Wind gegen 14 Uhr einschlief. Es waren Bedingungen wie wir sie am Wannsee schon oft erlebt haben: Leichter Wind, starke Dreher, große Druckunterschiede und taktisch kaum vorhersehbar. Wir kamen mit den Bedingungen nicht zurecht und segelten trotz sehr guten Starts auf den 5. und 6. Platz. “Es sollte am Freitag einfach nicht sein. Wir haben uns enorm schwer getan das Windmuster zu erkennen. Unsere Rennen fingen beide ganz vorne an, aber von Bahnschenkel zu Bahnschenkel segelten wir uns weiter nach hinten”, sagt Henrik Schaal.

Samstags starteten wir zuversichtlich in die Rennen. Der Wind hatte im Vergleich zum Vortag auf sechs bis zwölf Knoten zugenommen. Oft wurde diese Spanne während eines einzigen Rennens gemessen. Erneut gelangen uns gute Starts, jedoch konnten wir nicht den Rhythmus der Winddreher lesen oder Böen rechtzeitig erkennen. Nach zwei letzten Plätzen gelang uns glücklicherweise ein zweiter und ein erster Platz. Mit den Plätzen 4,5,6 und 6. schwand unsere Zuversicht jedoch wieder. In der Gesamtwertung lagen wir damit auf den vorletzten Platz. “Wenn man hinten in der Tabelle steht, ist man entweder schlecht gesegelt, oder man hatte Pech. Bei uns hat heute beides zugetroffen”, sagt Tino Mittelmeier. 

Sonntags segelten wir bei ähnlichen Bedingungen wie am Tag zuvor, doch gelang es uns besser den Wind zu lesen und unsere guten Starts in einen Vorsprung auf dem Kurs umzusetzen. Mit jedem Rennen fühlten wir uns auf dem Kurs wohler und mit den Ergebnissen 3, 3, 1, 1 und 2 schoben wir uns auf den 12. Platz in der Wertung.. “Die Bedingungen waren wieder sehr trickreich, doch dieses Mal hatten wir den richtigen Riecher und auch ein wenig Glück und konnte somit super Platzierungen ersegeln. Damit konnten wir den Spieltag am Ende zu einem versöhnlichen Ende bringen und nochmal zeigen, dass wir es eigentlich besser können.”, fasst Dominic Fritze den Tag zusammen. 

Gewonnen hat das Event der Verein Seglerhaus am Wannsee, vor dem Norddeutschen Regattaverein und dem Berliner Yacht Club. In der Gesamtwertung konnten wir uns knapp auf dem 2. Rang halten. Der nächste Spieltag findet bereits in zwei Wochen in Kiel statt. 

Bericht von Dominik Waibel

Fotos von Lars Wehrmann / DBSL