Offshore-Einsatz auf einer ClubSwan36 in Kroatien

Am vergangenen Wochenende starteten Christian und Michael Zittlau beim Jabuka Race auf der Adria. Ein am Mittelmeer bekannter Offshore-Klassiker der über 100 Seemeilen von der Küste (Vodice) bis zum mystischen Jabuka-Felsen und zurück führt. Berühmt-berüchtigt ist die Regatta für den Nachtstart und die starken November-Winde (Bora und Jugo), die auf der Langstrecke den Seglern vieles abverlangen.

So kam es, dass sich 101 Boote am Freitag den 12.11 um 21 Uhr dicht an dicht auf der Startlinie vor Vodice tümmelten. Die Szenerie war beeindruckend. In der Dunkelheit bei leichtem Wind musste man bereits eine halbe Stunde vor dem Start gekonnt den Booten bzw. deren sichtbaren Positionslichtern ausweichen (Gültigkeit der IRPCAS). Mit Funk-Countdown und Leuchtrakete wurde der Start freigegeben. Als erstes Boot am Pinend und mit schneller Halse konnten wir unter dem Feld hinweg Richtung erster Wegmarke enteilen.

Die schnellen 45-60 Fuß-Boote (darunter eine VOR60) übernahmen alsbald die Führung. Mit einigen Halsen ging es entlang der Inseln um die erste Marke (Leuchtturminsel) auf die offene See hinaus. Bei Dunkelheit erforderte es alle Sinne, um anziehende Böenfelder zu antizipieren. Kurz nach Sonnenaufgang erreichten wir die Jabuka Insel. Mitten in der Adria rundeten wir den schroffen Felsen, der im schönen Morgenlicht von großen Vogelschwärmen bevölkert war.  Um uns herum vereinzelte Boote, die sich ebenfalls über Nacht vom großen Feld absetzen konnten.

Ein langer Vorwind - bei zunehmenden Südost - zurück Richtung Land versprach Spaß. Unter Nutzung der Dünung, der Windwelle und kleinerer Winddreher konnten wir einige Boote überholen und gelangten in die Spitzengruppe. Nach Rundung der letzten Begrenzung (Blitvenica Leuchtturm), ging es auf die letzten 11 Seemeilen Richtung Ziel. Zwischen den Inseln ging es kurzzeitig in die völlige Flaute. Einige Boote schoben sich dadurch zusammen. Doch dann zogen schwarze Wolken auf und unter Blitz, Platzregen und heftigen Böen ging es wieder zügig Richtung Ziellinie. Mittlerweile bei einsetzender Dunkelheit segelten wir nach 18 Stunden, 51 Minuten und 46 Sekunden als Gesamt 7. über die Ziellinie und konnten dadurch unsere Gruppe (<36 Fuß) gewinnen.

Erschöpft, durchnässt und zufrieden ging es in das warme Hotel, aus welchem wir über den Abend hinweg noch zahlreiche Boote bei Blitz und Donner beim Zieldurchgang beobachten konnten.

Eine tolle Erfahrung!

Team Facing Future: Nikolai Burkart / Michael Zittlau / Ivan Gaspic / Florian Steidle / Christian Zittlau / Daniel Altmaier / Alexandra Lauber

Webseite: https://regata-jabuka.com/index.php/en/

Ergebnisse: https://regata-jabuka.com/images/stories/jabuka/2021/18jabukaUkupno2.html

Fotos: http://www.regate.com.hr/index.php/foto-galerije/2021-u-fotografiji/1810-18-jabuka